Herzlich willkommen!

Ab Pfingstsonntag feiern wir wieder Gottesdienste in der Kirche!

corona_pfingsten_mesterAb Pfingstsonntag werden wir wieder Gottesdienste in unserer Kirche wagen. Da wir jeweils nur 30 Personen zugleich aufnehmen können, wird es bis auf weiteres zwei kürzere Gottesdienste um 9:30 Uhr sowie um 10:30 Uhr geben. Und hier sind die Regeln:

  • Alle Teilnehmenden müssen einen Mund- und Nasenschutz (Alltagsmaske, Schal, Tuch) tragen.
  • In jeder zweiten Reihe können abwechselnd zwei oder drei Personen sitzen (Paare oder Familien natürlich zusammen). Die HelferInnen begleiten Sie zu Ihren Plätzen.
  • Bitte beachten Sie die Absperrungen und Markierungen und leisten Sie den Anweisungen der Küsterin und der dafür eingeteilten PresbyterInnen Folge.
  • Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro bis spätestens Freitag um 12 Uhr telefonisch an. Geben Sie dabei Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer, die Anzahl der Personen sowie Ihre Wunschzeit an.
  • Sie erreichen Frau Müller montags bis Freitags von 10 bis 12 Uhr unter Telefon 02681 / 8008-40. Bitte rufen Sie nicht außerhalb der Öffnungszeiten an, denn Anmeldungen, die auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wurden, können wir nicht annehmen.
  • Bitte beachten Sie auch, dass wir keinen Einlass gewähren können, wenn Sie sich nicht angemeldet haben und die Maximalzahl von 30 Personen erreicht ist! In diesem Fall können Sie auf den zweiten Gottesdienst warten, falls dort noch Platz ist und Sie Ihre Kontaktdaten angeben.
  • Die Daten der Gottesdienstbesucher werden einen Monat lang aufbewahrt, um im Fall einer Ansteckung mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Dazu sind wir vom Gesundheitsamt verpflichtet. Wir versprechen Ihnen aber auch, den Datenschutz einzuhalten, die Kontaktdaten nicht für andere Zwecke zu nutzen und nach Ablauf der Frist zu vernichten.
  • Gemeindegesang kann es leider nicht geben. Aber Kirchenmusik gibt es sehr wohl, lassen Sie sich überraschen!

Altenkirchen bekommt eine Konzertkirche

Die Ev. Christuskirche im Zentrum der Kreisstadt wird seit mehr als 60 Jahren von Chören und Musikensembles der Region als konzertanter Klangraum geschätzt. Nun wird die Kirche mit ihrem Tonnengewölbe zu einem philharmonischen Begegnungszentrum und akustisch ansprechenden Resonanzraum für mehr als 500 Menschen weiter ausgestaltet. Die Nutzung als Gotteshaus bleibt davon unberührt.

Seit zwei Jahren musste die große Walcker-Orgel mit ihren 33 Registern und mehr als 2000 Pfeifen wegen Brandgefahr schweigen. Nun aber wird sie wieder in Wert gesetzt und erweitert. Und zusätzliche Licht-, Ton- und Video-Installationen werden schon im Mai begonnen, so dass der Kirchenraum noch attraktiver für Musik- und Kulturveranstaltungen sein wird. Das umfassende Bau- und Bildungsprojekt hoffen wir im Frühling 2021 abschließen zu können.

Orgel Totale

Vielseitige Unterstützung

Viele Chöre und Musikensembles von nah und fern hatten im Vorfeld für dieses EU geförderte Projekt plädiert, ebenso die Lokale Aktionsgruppe Westerwald-Sieg. Allein hätte die Kirchengemeinde diese Öffnung des Gotteshauses nicht finanzieren können. Umso dankbarer sind wir, dass es durch das EULLE-Entwicklungsprogramms des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums im Rahmen des Europäischen LEADER-Prozesses großzügig gefördert wird.

Klangvielfalt als Programm

Foto Orgel mit SpieltischKirchenmusikalische Aufführungen, wie Messen oder Kantaten, aber auch andere Konzerte in neuem Klang- und Beleuchtungsformat sind geplant. Als Alleinstellungsmerkmal der Konzertkirche wird ein zusätzlicher mobiler Orgelspieltisch gebaut, der sogar vom Schlossplatz aus das große Instrument zum Klingen bringen kann. Ferner eröffnet er neue konzertante Möglichkeiten bei größeren Aufführungen mit Chor und Orchester und bietet neue Klangfarben im Altarraum – ein Novum für den Orgelunterricht.

Klang, Gesang und mehr

Schüler und Schülerinnen aller Altersstufen, aber auch Erwachsene können zukünftig durch Führungen und Vorträge an das „Weltkulturerbe Orgelbau und Orgelspiel“ herangeführt werden. Die Kirchengemeinde versteht das Projekt auch als „Beheimatungsangebot“, das eine Identifikation mit der Region fördert und einen Klangraum für das musikalische Engagement der Menschen bieten kann. Denn allein schon in der alten VG Altenkirchen gibt es 42 Chöre und Gesangsvereinigungen. Die Konzertkirche wird dementsprechend nicht nur für Auftritte der Kantorei, sondern auch verstärkt für konfessionsungebundene Chöre, Orchester, Ensembles, Bands oder Jazz-Formationen und Organist*innen offen stehen. Regionale, überregionale und internationale Musiker*innen können werden für Konzerte im „Klangraum Christuskirche“ eingeladen werden.

Bereichernde Öffnung

DisclaimerAußerdem planen wir, mit „Orgelklang am Markttag“ ein neues regelmäßiges Angebot einzuführen – soweit Musikerinnen und Musiker die Gelegenheit nutzen mögen, die festliche Orgel, das neue E-Piano oder weitere Instrumente in der Konzertkirche erklingen und bei Gelegenheit sogar auf den Schlossplatz übertragen zu lassen. Mit dieser Nutzungserweiterung möchte die Kirchengemeinde – gerade in Pandemie-Zeiten – den Blick auf eine Zukunft lenken, in der Musik als Lebensmittel wieder Menschen bewegen kann.

The Singer of Shanghai

Absolventen des „Arts and Entertainment Administration Program“ der Universität Valparaiso (USA) haben ein Hörspiel mit dem Titel „The Singer of Shanghai“ geschrieben und produziert.

The Singer of ShanghaiEs ehrt insbesondere die Mutter des jüdischen Flüchtlings Harry Abraham aus Frickhofen, Ida Abraham, deren Vorfahren auf dem jüdischen Friedhof in Altenkirchen begraben sind. Um ihre Vergangenheit mit unserer Gegenwart zu verbinden, wird Idas Singer-Nähmaschine als Symbol verwendet. Harry Abraham hat ein lebhaftes Interesse an der Heimat seiner Vorfahren behalten. Regelmäßig informiert er sich mit seiner Familie vor Ort, welche Bedeutung wir Deutsche dem Holocaust zukommen lassen.

Shanghai, China, war ein Leuchtfeuer der Hoffnung für jüdische Flüchtlinge, die vor den Schrecken des Nationalsozialismus fliehen mussten. Diese Stadt wurde zu einer neuen Heimat auf fremdem Boden für alle, die auf der Suche nach Zuflucht waren, um neu zu beginnen. Shanghai war die einzige Stadt der Welt, deren Türen offen blieben und die für diejenigen, die auf der Suche nach einer neuen Heimat waren, keine Dokumente verlangte. Die Stadt war ein Schmelztiegel unterschiedlicher nationaler Hintergründe jüdischer Einwanderer; sephardische Juden, russische Juden, österreichische, deutsche und polnische Juden, um nur einige zu nennen. Die Wiederaufnahme ihres Lebens auf unbekanntem Territorium zeugte von ihrer Hartnäckigkeit, ihrem Mut und ihrer Kameradschaftlichkeit.

Vier überlebende Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs, Harry Abraham, Eric Kisch, Gary Sternberg und Bert Reiner sind Teil der Inszenierung. Obwohl Shanghai diese Männer miteinander verbindet, sind ihre Erfahrungen nicht die gleichen. Einige wurden - wie Harry Abraham - in Deutschland während des Höhepunktes des Hitlerregimes geboren, während sich andere an nichts vor Schanghai erinnern können. Es ist beachtenswert, dass sie ihre Lebensläufe mit der Welt teilen, um zu verhindern, dass sich die Vergangenheit wiederholt, und um über eine wenig bekannte Geschichte zu informieren.

Den Film finden Sie auf Youtube. Ausführlichere Fakten über die Shanghai-Flüchtlinge gibt es auf dieser Website oder bei Facebook.

Neue Mitarbeiterinnen für das KOMPA

Seit Ende März stehen auf dem Grundstück der Ev. Kirchengemeinde mehrere Bienenvölker, die in Altenkirchen und Umgebung ausschwärmen und dafür sorgen, dass die Blumen und Bäume in der Gegend bestäubt werden.

Die Projektmitglieder des Mehrgenerationenhauses Mittendrin und des in direkter Nachbarschaft liegenden KOMPA Ev. Kinder- und Jugendzentrum Altenkirchen haben die Stöcke gemeinsam hinter der Kirche aufgestellt und kontrollieren wöchentlich, ob alles in Ordnung ist. Dass Herr Likeit vom Imkerverein Altenkirchen als erfahrender Imker der gemischten Kinder- und Erwachsenengruppe auch im zweiten Jahr des „Flotte-Biene-Projekts“ mit Rat und Tat zur Seite steht, finden alle sehr beruhigend.

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Imkern ist keine leichte Sache, die man einfach mal so tut. Um z.B. das Ausschwärmen eines neu entstehenden Bienenvolkes zu verhindern, werden in der konventionellen Imkerei Schwarmzellen im Stock entfernt und für genügend Platz für die Königin, für Pollen und Nektar gesorgt, den die Bienen bereits sehr fleißig eingebracht haben. Wenn alles perfekt läuft, die Völker gesund bleiben und weiter viel Honig produzieren, verspricht es jetzt schon eine gute Ernte in 2020 zu werden. Wunderbar an diesem Projekt ist, dass Einzelne es trotz Corona-Pandemie draußen und mit Sicherheitsabstand voneinander weiterführen und so mit einer sinn- und freudvollen Beschäftigung der derzeitigen Tristesse etwas entgegensetzen können.

Solch ein intensives Projekt hat natürlich seinen Preis. In diesem Jahr hoffen die Teilnehmenden auf Unterstützung durch das „Heimat-Liebe“-Spendenprogramm der Sparkasse Westerwald-Sieg. Wenn wir unsere Blüten nicht - wie in asiatischen Ländern leider schon notwendig - auf Leitern und mit Pinseln bestäuben wollen, um Obst zu ernten, sollten Imkerprojekte von vielen Menschen unterstützt werden.

Wer Interesse daran hat, mal einen Blick in den Bienenstock zu werfen, kann sich für Donnerstags ab 15:00 Uhr im KOMPA unter 026815899 oder info@kompa-ak.de anmelden. Bitte frühzeitig melden, da die Personenanzahl auf 1 Person oder Geschwister begrenzt ist.

Himmelfahrt

Was leben wir doch in einer wundersamen Zeit! Das meine ich in mehrfacher Bedeutung: Einmal im Blick auf die gegenwärtigen Zustände angesichts der Corona-Pandemie. Auf einmal gibt es da so viele Einschränkungen des öffentlichen und persönlichen Lebens, wie das vor ein paar Wochen noch kaum vorstellbar war.

194_3501_rgbDann im Hinblick auf unsere hochtechnisierte, moderne Welt. Was ist da zu unsern Lebzeiten alles machbar und möglich geworden? Aber auch das Kirchenjahr hält uns Wundersames vor Augen. Da befinden wir uns jetzt in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten. Die Bibel berichtet da von der Auferstehung Jesu von den Toten, von seinen Erscheinungen vor seinen Freunden und Anhängerinnen, schließlich von seiner Himmelfahrt. Da verschwindet Jesus, entzieht sich endgültig den Blicken derer, die ihm nachgefolgt sind. Was bleibt?

Der Geist von Pfingsten offenbart den gläubigen Menschen: Jesus hat sich nicht in Luft aufgelöst. Er ist hier! Unter uns. Alle Tage, bis an der Welt Ende. Wir können ihn sehen und greifen. Er sitzt im Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer. Er lässt sich in chinesische Umerziehungslager einsperren. Er klopft mit orientierungslosen Jugendlichen unsere Worte und Taten auf Glaubwürdigkeit ab. Er hilft uns die derzeitigen Quarantänemaßnahmen zu überstehen und versorgt uns mit dem Lebensnotwendigsten. Er sitzt traurig irgendwo in unserer Nachbarschaft und wartet auf einen Mut machenden Telefonanruf...

Nein! Jesus ist nicht verschwunden, er ist hier unter uns und überall da, wo wir anderen Menschen in Lebens- und Glaubensfragen beistehen. Er ist dort, wo so ein Zipfel des Reiches Gottes auf Erden sichtbar wird; das ist sein Himmel!

Pfr. Werner Zeidler