Herzlich willkommen!

Wir sind für Sie da!

Sämtliche Gottesdienste werden unter Einhaltung der bekannten Auflagen in der Christuskirche gefeiert. Eine Anmeldung ist derzeit nicht erforderlich.

Sie können natürlich auch weiterhin sonntags in die Kirche kommen, ca. 50 Plätze stehen für Sie bereit. Singen ist derzeit noch nicht möglich, die Abstände von 1,5 m müssen eingehalten werden und es besteht Maskenpflicht.

Sooft es geht werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten Gottesdienste „streamen“, das bedeutet, dass diese zeitgleich auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde verfolgt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt angesehen werden können. Sie erkennen die bisher dafür vorgesehenen Tage (das nächste Mal am 24. Januar) an einem kleinen YouTube-Symbol in der Übersicht der Gottesdienste.

Lassen Sie uns gemeinsam gut durch diesen Winter kommen!

Fenster-Bücher

Die Bücherei muss leider gerade geschlossen bleiben. Aber das muss ja nicht heißen, dass ihr so lange keine Bücher ausleihen könnt... :-)

sofaSucht euch einfach auf www.bibkat.de/altenkirchen Bücher und andere Medien aus, die ihr ausleihen wollt. Bestellen könnt ihr sie entweder direkt über den Online-Katalog, per E-Mail an buecherei.altenkirchen@ekir.de oder telefonisch unter 02681/70972 (Montag bis Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr). Was auch immer ihr vorzieht, gebt dabei euren Namen und die Büchereiausweisnummer an.

Dann braucht ihr nur noch zum Abholen vorbeizukommen: Dienstag oder Donnerstag von 15 bis 18 Uhr. Eure Bücher und Medien bekommt ihr von uns einfach durchs Fenster neben der Eingangstür herausgereicht, bitte denkt dabei an die Maske. Eventuell noch entliehene Medien müssen zur Zeit nicht zurückgegeben werden, das verschieben wir auf später...

Orgelsanierung als Baustein zur Konzertkirche

Welche Vielfalt zum seltenen Beruf eines Orgelbauers gehört, zeigt sich derzeit in der Evangelischen Christuskirche

P1040156Seit Jahresbeginn rückt hier die Orgelbaufirma Merten aus Remagen für mehrere Monate der großen Kirchenorgel zu Leibe. Und das aus gutem Grund, musste doch das 35 Register und etwa 2000 Orgelpfeifen umfassende Instrument vor zwei Jahren stillgelegt werden. Die weitverzweigte Elektrik entsprach nicht mehr den Brandschutzstandards und wird nun vollständig ersetzt. Vier Fachkräfte, unter ihnen der Seniorchef des Unternehmens, Orgelbaumeister Siegfried Merten, haben begonnen, das Instrument vollständig zu demontieren, zu sanieren und zu erweitern.

Das Gesamtvorhaben wird sich bis in den April dieses Jahres hinziehen. Zu den Arbeitsschritten gehören Arbeiten am Gehäuse und Renovierung des großen Spieltisches, die Überarbeitung der drei Manuale, des Pedals sowie der Trakturen, also der Wege von den Tasten bis zur einzelnen Orgelpfeife. Bei dieser Orgel mit pneumatischer Spiel- oder Registertraktur muss das sog. Windwerk sowohl den Arbeitswind bereitstellen, der die Ventile zu den 2000 Pfeifen reguliert, als auch den Spielwind, der den Klang in den Metall- oder Holzpfeifen erzeugt.

Außerdem werden die Fachleute ein großes zusätzliches Register, also eine große Holzpfeifen-Tonleiter über mehrere Oktaven, neu hinzufügen. Beim Blick in das kompakt gebaute große Instrument stellte sich jedoch die Frage, wo die zum 16-Fuß-Register gehörenden riesigen Einzelpfeifen noch untergebracht werden können. Das Planungsproblem haben Siegfried Merten und sein Nachfolger, Orgelbaumeister Martin Hiltmann, mit einem Kniff gelöst: Die bis zu fünf Meter langen Pfeifen werden quer, also liegend, im hinteren Teil des Instruments eingebaut.

P1040159Als i-Tüpfelchen erhält die Orgel einen zweiten, mobilen Spieltisch, der im Altarraum, aber auch outdoor auf dem Schlossplatz bespielt werden kann und der die Signale an das in der Kirche fest verbaute Instrument überträgt. Und zeitgleich kann der originale Raumklang aus dem Kirchenschiff wiederum per Mikrofon und Soundanlage nach draußen transportiert werden – eine Installation, die vielleicht sogar weltweit einmalig ist.

Kreativ verfährt das Unternehmen übrigens bei der Berufsausbildung. So wurde es durch das Bundesnetzwerk „Berufsbildung ohne Grenzen“ unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgezeichnet, weil es sich für Auslandsaufenthalte während der Berufsbildung und damit für eine Internationalisierung und Attraktivitätssteigerung dieses seltenen, aber nicht aussterbenden Berufs engagiert.

Die Evangelische Kirchengemeinde hofft nun, mit der Fertigstellung der Orgel im Frühling eine weitere Etappe des Vorhabens Konzertkirche zu erreichen. Ohne die Förderung durch die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und durch das Land Rheinland-Pfalz hätte die Kirchengemeinde dieses Projekt einer Öffnung der Christuskirche zur Konzertkirche nicht angehen können. Nun fiebern die Gemeinde und etliche Musikbegeisterte bereits dem Zeitpunkt entgegen, an dem endlich mit der Ausrichtung von eigenen, regionalen und überregionalen Gastkonzerten begonnen werden kann. Dann könnten auch die bereits installierten neuen Licht-, Ton- und Video-Möglichkeiten die Konzerte ästhetisch rahmen. An Kulturhungrigen scheint es regional zumindest nicht zu mangeln.

Werner-Christian Jung

Disclaimer2

Veränderungen in 2021

_076_4104_RGB_Seit kurzem steht fest: Pfr. Zeidler geht zum 1. Mai 2021 in den vorgezogenen Ruhestand und Pfr'in Ehrhardt plant zum gleichen Zeitpunkt den Wechsel in eine Pfarrstelle im Kirchenkreis Wied, in dem auch ihr Mann als Pfarrer tätig ist.

Wir wünschen beiden alles Gute im Ruhestand bzw. in der neuen Stelle.

Darüber, wie es in der Ev. Kirchengemeinde Altenkirchen weitergehen kann, berät das Presbyterium mit Nachdruck und wird die Gemeinde so bald wie möglich über den weiteren Prozess informieren.

Herunter - gekommen

Nicht, dass sie einsturzgefährdet gewesen wäre, diese Kirche, aber ziemlich heruntergekommen sah sie schon aus, als wäre sie vergessen. Sie wirkte einfach armselig, vor allem angesichts der gewaltigen Kathedralen, die man sonst so besucht.

VerfallenHier war weit und bereit kein Mensch zu sehen. Die windschiefe Tür war einen Spalt offen. Neben dem Altar stand eine Vase mit einem großen bunten Blumenstrauß. An der Chorwand brannte eine Kerze vor einer schlichten Steinfigur. Das Kerzenlicht und die Blumen gaben dem Raum etwas Belebtes, Feierliches. Jemand schmückte liebevoll dieses verfallende Kirchlein und machte den kahlen Raum einladend. Unwillkürlich wurde aus altem Gemäuer ein beinahe festlicher Ort. Fremd und doch merkwürdig vertraut wurde dieser Raum. Und ganz allmählich nahm die Erinnerung Gestalt an. Schäbige, düstere Mauern, windschiefe Türen, grobe Balken, doch mitten drin ein heller Schein...

Woher war es vertraut, dieses Bild? Heruntergekommen. Ja, das war's. So wie der Stall von Bethlehem, armselig, windschief, kahl. Doch in ihm ist Gott herunter gekommen zu uns Men­schen. Gott ganz nahe, arm und unscheinbar, überraschend heruntergekommen und damit plötzlich ein Stück Himmel unter uns auf Erden. Und dann am Ausgang ein kleines Plakat an einen Balken geheftet:

„Wer du auch bist“, stand da, „von hier oder aus der Fremde, ob du reich bist oder arm, gläubig oder voller Zweifel, wer du auch seiest, du bist willkommen. Denn dies ist ein Haus Gottes und deshalb auch dein Haus. Hier bist du angenommen. Friede sei mit dir.“

Gott unter uns Menschen. Armselig, verborgen, unscheinbar, aber herunter-gekommen, um unter uns zu leben und Licht zu schaffen in den Dunkelheiten unserer Zeit und unseres Lebens. Heiliger Abend am helllichten Tag, irgendwann im Jahr. So kann's geschehen, dass man unerwartet und unverdient Gott begegnet...

Herzlichst,
Ihr Pfarrer Werner Zeidler