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Weltgebetstag 2017 - Was ist denn fair?

Gottesdienst zum Weltgebetstag am Freitag, den 3. März um 14.30 Uhr in der Ev. Christuskirche.
Eingeladen sind alle, die sich für den Frieden auf der Welt und Frieden zwischen den Religionen einsetzen.

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Dieses Jahr dreht sich beim Weltgebetstag alles um die Philippinen. Rund um den Globus, von Samoa bis Chile, werden dazu am 3. März 2017 Gottesdienste gefeiert. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche - alle sind dazu eingeladen! Die Liturgie dafür wurde gemeinsam verfasst von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen des Inselstaates. Der deutsche Titel des Gottesdienstes zum Weltgebetstag lautet: Was ist denn fair?

Foto: Das Titelbild zum Weltgebetstag 2017 mit Bildtitel "A Glimpse of the Philippine Situation" von der philippinischen Künstlerin Rowena Apol Laxamana Sta Rosa, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Tue deinen Mund auf für die Stummen!

In der Bibel steht:
Tue Deinen Mund auf für die Stummen,
für die Sache aller, die entrechtet sind.

(Sprüche 31,8).

Soll ich tatsächlich den Mund auftun? Aber wo anfangen? Bei den sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft oder den Zuständen in Muku, Haiti, Syrien, Russland, Afghanistan, Nigeria, Türkei,...? Es gibt so viele Menschen, die wie stumm sind und so viele Entrechtete, die nicht zu Worte kommen, denen es die Sprache verschlagen hat.
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Tue Deinen Mund auf für die Stummen, für die Sache aller, die entrechtet sind. Ob Gott damit wirklich mich meint? Genaugenommen hat er ja recht. Ich kann es, wenn ich nur will; ich finde Worte, wenn er mir hilft: gegen die tägliche Gewalt und gegen die populistische Panikmache, das „christliche“ Abendland stünde vor dem Untergang. Ich will mich nicht entmündigen lassen von der „German Angst“. Unserm Volk geht es so gut wie noch nie in seiner Geschichte. Ich will mich nicht mundtot machen lassen von Hass-, Sozialneid- und Überfremdungs-Parolen.

Ich kann sagen, was ich glaube und fühle. Und ich weiß auch, ich bin nicht allein, ich bete nicht allein. Wir Christen haben von Gott einen klaren Auftrag, gegen unrechtmäßige Strukturen anzugehen. Unmissverständlich heißt es dazu weiter im Folgevers: Tue deinen Mund auf und richte recht und räche den Elenden und Armen. (Sprüche 31,9) Das ist eine klare Ansage an alle Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft! Not kennt wie Gottes Barmherzigkeit keine irgendwie beschließbare Obergrenze. Wer angesichts all der humanitären Katastrophen und Anfeindungen, welche Menschen fernab oder in der Nachbarschaft erleiden, schweigt oder damit nichts zu tun haben will, hat sich gegen Gottes Wort entschieden.

Lieber Gott, hilf mir, die richtigen Worte zur rechten Zeit zu finden, um von Deiner Gerechtigkeit zu erzählen.

Pfarrer Werner Zeidler