Herzlich willkommen!

Herzliche Einladung zum Weltgebetstag 2021

Freitag 5. März um 15 Uhr
in der Christuskirche in Altenkirchen am Schloßplatz

vanuatuWorauf bauen wir? fragen unsere Schwestern aus Vanuatu, einem Land am anderen Ende der Welt, das kaum eine*r von uns kennt. Wie reich hat Gott uns beschenkt mit der Schöpfung, allen kleinen und großen Wundern darin? Was läuft schief, dass die Erde so bedroht ist, dass vor allem Frauen und Kinder so viel Unrecht und Gewalt erleiden?

Lasst uns hören, beten, danken und uns von Gott verwandeln lassen für eine neues Miteinander. Katholische und evangelische Frauen aus Altenkirchen und den umliegenden Gemeinden bis hin nach Wissen gestalten diesen Gottesdienst. Die musikalische Begleitung übernimmt in bewährter Weise die Kirchenband. Der Gottesdienst wird auf unserem Youtoube-Kanal live gestreamt und kann auch später noch abgerufen werden.

Die Kollekte für Projekte des WGT (Schwerpunkt in 2021: Klimawandel und Geschlechtergerechtigkeit) kann am 5.3. in der Christuskirche abgegeben werden oder auch in den kath. und ev. Gemeindebüros bis spätestens 8. März.

Anmeldung für den Gottesdienst über das Gemeindebüro: 02681/800840 oder altenkirchen.ak@ekir.de. Die aktuellen Corona-Hygieneregeln (Abstand, med. Masken, Kontaktdatenaufbewahrung) sind zu beachten.

Kommen Sie zum Sonntags-Gottesdienst!

Sämtliche Gottesdienste werden unter Einhaltung der bekannten Auflagen in der Christuskirche gefeiert. Um eine telefonische Anmeldung im Gemeindebüro wird gebeten.

Sie können natürlich auch weiterhin sonntags in die Kirche kommen, ca. 50 Plätze stehen für Sie bereit. Singen ist derzeit noch nicht möglich, die Abstände von 1,5 m müssen eingehalten werden und es besteht die Pflicht, eine OP- oder FFP2-Masken zu tragen.

Sooft es geht werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten Gottesdienste „streamen“, das bedeutet, dass diese zeitgleich auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde verfolgt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt angesehen werden können. Sie erkennen die bisher dafür vorgesehenen Tage (das nächste Mal am Weltgebetstag und am 14. März) an einem kleinen YouTube-Symbol in der Übersicht der Gottesdienste.

Lassen Sie uns gemeinsam gut durch diesen Winter kommen!

Der neue Gemeindebrief ist da!

212-01Wie immer finden Sie den Gemeindebrief zum Durchblättern und Herunterladen auch auf der Seite Gemeindebrief.

Stolpersteine in Altenkirchen

Demnächst werden in Altenkirchen vom Künstler Gunter Demnig die ersten 19 Stolpersteine für unsere ehemaligen jüdischen Mitbürger verlegt.

GEr erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt.

Inzwischen liegen Stolpersteine in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas. Der Förderverein Bismarckturm e.V. hat im letzten Jahr beim Stadtrat die Verlegung der Steine im öffentlichen Raum beantragt. Dem Wunsch wurde einstimmig stattgegeben.

Die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte und deren Opfer in Altenkirchen beginnt nicht erst mit der Verlegung der Stolpersteine. Unvergessen ist unsere ehemalige Presbyterin Margret Stolze, als Kind noch Zeitzeugin der Judenvertreibung, die in unermüdlicher Kleinarbeit Fakten und Geschichten über die Altenkirchener Juden gesammelt hat. Zusammen mit Heinz Krämer und Eckard Hanke erschien im Jahr 2000 das von Stadt und Kirchengemeinde gemeinsam herausgegebenes Buch „Juden in Altenkirchen“. Dass am Ehrenmal „Am Dorn“ heute zwei Säulen mit den Namen ermordeter jüdischer Mitbürger zu finden sind, ist auch ihrem Einsatz zu verdanken.

Besondere Hilfe bei der Recherche und Vorbereitung haben wir erfahren von Günter Fleischer, Dr. Eberhard Blohm und Pfr. Martin Autschbach.

Stolpersteine als ständige Erinnerung und Mahnung
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ sagt der Talmud. Deshalb liegen die Steine vor ihrem letzten Wohnort in Altenkirchen.

Wir sind nicht schuld am Holocaust. Auch nicht unsere Kinder und Enkel. Wir werden aber schuldig, wenn es sich in Deutschland wiederholen sollte. „Die größte Gefahr für uns alle geht vom Vergessen aus,“ sagte kürzlich unser Bundespräsident. Deshalb freuen wir uns besonders darüber, dass sich Lehrerinnen und Lehrer des WW-Gymnasiums und der August-Sander-Schule mit einbringen werden.

Das „Historische Quartier“ in der Marktstraße plant derzeit eine begleitende Ausstellung, die an unsere jüdischen Mitbürger erinnern wird. Bei der zweiten Verlegung wird auch ein Gedenkstein für Theodor Maas gesetzt werden.
Horst Pitsch

Margret Stolze 2003 (2)Juden in der Stadt
Die jüdische Gemeinde in Altenkirchen ist nicht besonders alt. 1684 zieht die erste jüdische Familie (David Baruch) in die Stadt. 1742 wird ein erster jüdischer Friedhof erwähnt, 1747 die erste jüdische Schule zugelassen. 1884 weiht die jüdische Gemeinde ihre neu erbaute Synagoge in der Frankfurter Straße ein.

Keine 50 Jahre später wurde, nach der Machtergreifung Adolf Hitlers, das Leben der jüdischen Menschen in Deutschland immer unerträglicher. Bereits 1937 emigrierten die ersten Juden aus Altenkirchen, nachdem sie ihre Häuser weit unter Preis verkaufen mussten: Die Häuser wurden arisiert!

Am 9. November 1938 steckten die Nazis die Synagoge an und plünderten jüdische Geschäfte. Schon bald nach Kriegsbeginn wurden Juden aus der Stadt nach Köln in sogenannte Judenhäuser deportiert und entwürdigt. Das war aber nur für kurze Zeit. Schon bald starteten vom Bahnhof Köln-Deuz Güterzüge mit jüdischen Menschen nach Osten in das Transit-Ghetto Izbica (für Auschwitz) und das Ghetto Riga. Von den deportierten Altenkirchener Juden gibt es keine Überlebenden.
Margret Stolze


Foto Karin Richert (5_)Kosten der Erinnerung
In allen Orten haben Bürger Patenschaften für die Stolpersteine übernommen. Das erhoffen wir uns auch für Altenkirchen. Wir rechnen in Altenkirchen mit mindestens 70 Stolpersteinen. Möchten Sie auch Förderer werden? Ein Stein kostet 120€.

Der Förderverein Bismarckturm Altenkirchen e.V. (für die Stadt Altenkirchen Träger des Projekts) hat dafür ein Sonderkonto bei der Kreissparkasse eingerichtet. Stichwort: Stolpersteine, DE21 5735 1030 0055 0371 13.

Fotos: Anna Warda

Neuigkeiten im Frühjahr

In unserer Gemeinde stehen umfangreiche Veränderungen an: Pfr. Zeidler geht zum 1. Mai 2021 in den vorgezogenen Ruhestand und Pfr’in Ehrhardt wechselt zum gleichen Zeitpunkt an eine Pfarrstelle im Kirchenkreis Wied, in dem auch ihr Mann als Pfarrer tätig ist. Wie diese Lücken zu füllen sind, darüber berät und entscheidet das Presbyterium zusammen mit dem Kirchenkreis.

_213_4102_rgb_Das Presbyterium arbeitet an Lösungen, aber klar ist, dass eine Besetzung in dem vorher üblichen Stellenumfang nicht möglich sein wird. Dies lassen die Planungen des Kirchenkreises für die Zeit bis 2030 nicht zu.

Wir freuen uns jedoch, dass nun eine Genehmigung vorliegt, die uns eine Neuausschreibung der Pfarrstelle im Umfang von 100% möglich macht. Außerdem konnte die Vereinbarung mit der Kirchengemeinde Wissen vorzeitig aufgelöst werden, sodass Pfarrerin Weber-Gerhards ab Mai den Dienst im Umfang einer ganzen Stelle in Altenkirchen wahrnehmen kann. Für die Übergangszeit bis zur Besetzung der Pfarrstelle hoffen wir auf die Einstellung eines Pastors im ergänzenden pastoralen Dienst. Das Presbyterium hat sich schon für eine Person entschieden, über die Genehmigungen werden KSV und Landeskirche im Laufe des Monats März entscheiden.

In den kommenden Jahren werden wir als Region mit Almersbach, Hilgenroth und Hamm immer weiter zusammenrücken und wachsen. Prof. Dr. Dr. Klein und Pfarrer Stöcker aus Hamm haben angeboten, uns daher schon jetzt in der Zeit der Vakanz zu unterstützen, was vom Presbyterium sehr begrüßt wird. Für Altenkirchen und Hamm wurde eine gemeinsame Gottesdienstplanung erarbeitet, so dass ein Pfarrer bzw. eine Pfarrerin jeweils den Gottesdienst sowohl in Hamm als auch in Altenkirchen feiern kann. Damit dies zeitlich möglich ist, wird der Gottesdienst in Altenkirchen ab dem 7. März 2021 auf 11.00 Uhr verlegt. In Hamm beginnt der Gottesdienst dann um 9.30 Uhr. Dieser Rhythmus soll jeweils für ein Jahr so beibehalten werden – in Jahren mit gerader Zahl findet der frühe Gottesdienst in Altenkirchen statt, in Jahren mit ungerader Zahl in Hamm.

Der Beginn im März ist aus dem Grund vorgesehen, damit sich die geänderten Abläufe einspielen können, bevor es zum 1. Mai dann endgültig „ernst“ wird. So haben wir alle ausreichend Zeit, uns an die neuen Gepflogenheiten zu gewöhnen und im Einzelfall noch das ein oder andere nachzubessern.

Der neue Gottesdienstplan stellt sich so dar:
1. Sonntag: Pfarrer Klein
2. Sonntag: Pfarrerin Weber-Gerhards
3. Sonntag: Pfarrer Stöcker
4. Sonntag: Ergänzender pastoraler Dienst
5. Sonntag (evtl.): Prädikanten/Emeriti

Taufen und Abendmahl werden ebenfalls regelmäßig jeweils einmal pro Monat stattfinden, dies wird im Predigtplan kenntlich gemacht. Bei Feiertagen wird der 1. Feiertag im normalen Schema (9.30 / 11.00 Uhr) stattfinden. Am 2. Feiertag wird dann jeweils nur in einer Gemeinde (Ostern und Weihnachten: Hamm, Pfingsten: Altenkirchen) ein Gottesdienst gefeiert.

Christus spricht: Ich bin die Tür

„Geschlossen aus gegebenem Anlass!” steht an vielen Geschäften. Für Schulen, Friseure, Kino, Theater, Kirchen und bisweilen auch Kitas gilt dasselbe. Mit dem Frühling und dem Impfstoff hoffen wir alle, dass sich wieder Türen öffnen.

TürAuch in unserer Kirchengemeinde werden Türen geschlossen: Pfarrer Zeidler schließt nach 34 Jahren seine aktive Zeit im Pfarrdienst ab. Mehr als eine ganze Generation hat er begleitet und viele trostreiche und aufweckende Spuren hinterlassen. Ähnliches gilt für Pfarrerin Ehrhardt. Auch wenn sie nur wenige Jahre hier ihren Dienst ausübte, werden sie viele als freundliche und hilfsbereite Pfarrerin in Erinnerung behalten.

Unser Glaube wäre nur eine billige Vertröstung, wenn wir nicht immer wieder erfahren hätten, dass Gott uns entgegen kommt und selbst zur Tür wird, die ein neues Land aufschließt.

Wie traurig und ängstlich waren die Jünger:innen, als sie hilflos mit angesehen haben, dass Jesus gewaltsam hingerichtet wurde. Die gerade neu geöffnete Tür zu Gott und zum Leben schien ein für alle Mal geschlossen. Hat Gewalt doch das letzte Wort? Ist alles Leiden und geduldiges Ertragen umsonst? Gedanken in der gerade begonnenen Passionszeit.

„Nein!“, spricht Gott, und schließt auf wundersame Weise eine neue Tür auf. Christus ist auferstanden. Er lebt, teilt das Brot, macht Mut zum Gehen und Neuanfangen. Christus spricht: Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden. Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben (Joh 10, 9f).

Wer an Christus glaubt, kann schon hören, dass sich der Schlüssel dreht und Gott die Tür öffnet. Unser Leben – das private, das gemeindliche und auch das wirtschaftliche Leben – wird sicher anders werden.

Doch ist nicht der Frühling ein unübersehbares Zeichen Gottes, dass das Leben sich Bahn bricht in immer neuen Farben und Formen? Die Tür ist offen. Finden wir einen Weg beim Gehen. Gott segne uns!

Ihre Pfarrerin
Gudrun Weber-Gerhards