Herzlich willkommen!

Der Klüngelbeutel war da

Letzten Freitag war das Kölner Kirchenkabarett mal wieder in Altenkirchen, dieses Mal in der Kirche, wo fast 300 Besucherinnen und Besucher begeistert mitsangen, klatschten und lachten. Das Ganze stand unter dem bewährten Motto (und das ist die reine Wahrheit): KLÜNGELBEUTEL ist lustig mit Anspruch.

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Tochter Zion, freue dich,...

...jauchze laut, Jerusalem!

191_4406_rgbAuch in diesem Jahr machte unser KmK-Team (Kirche mit Kindern) wieder ein Krippenspiel, und auch in diesem Jahr suchten wir wieder Kinder und Jugendliche, die Lust hatten, die schönste Geschichte der Welt, die Geschichte der Geburt des Gottessohnes im Stall von Bethlehem, einmal aufs Neue in Szene zu setzen.

Kinder freuen sich auf Weihnachten, das ist bekannt. Aber was ist mit uns Großen? Freuen wir uns auch? Jauchzen gar, wie es im Lied heißt? Freuen wir uns auch dann, wenn wir nicht soviel Geld haben? Kann man auch mit kleinem Geldbeutel große Freude empfinden? Freude empfinden angesichts von Sorgen, von Friedlosigkeit, bei all den vielen großen und kleinen Problemen und Kümmernissen, die wir (großen) Menschen nun einmal haben? Nun, gerade die, die „mühselig und beladen sind“ lädt Gott ein, gerade diese will der Heiland „erquicken“ (Mt.11,28).

Weihnachten ist viel mehr als gutes Essen und Trinken, viel mehr als der schön geschmückte Baum und die Geschenke. Weihnachten bedeutet: Gott kommt zu uns Menschen. Er kommt vom Himmel auf die Erde, kommt in unsere ganze Friedlosigkeit.

„Runtergekommen“ ist ein Lied von Daniel Kallauch: „Runtergekommen, abgestiegen, Erde statt Himmel, da, wo wir sind, alles aus Liebe. Der König wird Kind.“ Darum geht es. Gott wird Mensch. Ein kleines, schutzbedürftiges Menschlein – der König wird Kind. Für uns ist Jesus geboren. Für uns wird Gott Mensch. Uns bietet Gott an: „Wo Streit ist, gibt es Versöhnung, da, wo Angst ist, Geborgenheit. Da, wo Hass ist, kommst du mit Frieden. Runtergekommen, in unsre Zeit.“

Der tiefe Graben, der zwischen Gott und uns Menschen liegt, wird in Jesus überwunden. Gott kommt zu uns – wenn wir ihn annehmen, ihn aufnehmen. Lassen wir uns einladen, verwandeln, lassen den „heruntergekommenen“ Gott in uns wirken? Dann – meine ich – haben wir jede Menge Grund zu echter Freude.

Fröhliche Weihnachten wünscht Ihnen
Ihre Pfarrerin Andrea Ehrhardt